TagMalerei

Wochenrückblick #3 «Materialbeschaffung»

Der Weg des Werkes ist klar: Von Banes Kopf über die durch Malwerkzeug verlängerten Fingerspitzen auf den grauen Beton. Doch all dieser Effort würde nichts hervorbringen ohne sie: die Farbe.

The path is clearly set: Straight from Bane's memory  – through his fingertips holding the paintbrush – on the concrete. But all this effort would lead to nothing without the one thing: paint.

Logbucheintrag #5 «Bane im Interview mit der Südostschweiz»

Der Künstler Fabian «Bane» Florin im Interview mit Simon Lechmann von der Südostschweiz.Bane, bist Du bereit?Ja, jetzt hatte ich wirklich genug Zeit, mich vorzubereiten. Dank der Verzögerung bin ich nun auf jeden Zentimeter dieser Wand vorbereitet. Verrätst Du uns, wie es am Schluss aussehen wird?Nein, ich verrate gar nichts. Also... Ich darf erzählen, dass jener Teil mit den Händen – der vielen von der Vorvisualisierung bekannt ist – bestehen bleibt. Was es im oberen Teil zu sehen geben wird, bleibt aber geheim. Wird man erahnen können, wie das Resultat aussehen wird, wenn Du am Arbeiten bist? Oder fällt am Schluss der Vorhang und der Blick auf das Kunstwerk wird frei?In der ersten Woche wird man bestimmt nicht viel erkennen können. Wir müssen erst einmal die Wand kennenlernen und uns mit allfälligen Problemen auseinandersetzen. Welche Probleme könnten auftreten?Mit dem Wind müssen wir uns auseinandersetzen und mit der Gondel, auf der wir arbeiten und die wackelt, als ob man auf einem Schiff wäre. Wir haben wenig Platz und sehr viel Material. Die Grösse und die Berechnung des Kunstwerks, all das wird uns ständig beschäftigen. Hast Du keine Höhenangst?Es kann nie hoch genug sein für mich!Also ein Traumjob?Ja, für mich ist das ein Traumjob. Ich habe diesen Auftrag schon lange visualisiert. Der Turm dürfte ruhig auch doppelt so hoch sein.Was sollen die Hände, die von den Vorvisualisierungen bekannt sind, aufzeigen?Die Hände ziehen dem Turm den Beton vom Leib. Sie symbolisieren so die unsere inneren Werte.Sechs bis sieben Wochen soll Deine Arbeit am Turm dauern. Wovon ist diese Projektzeit abhängig?Vor allem vom ältesten Churer, dem Föhn. Er kann uns wirklich einen Strich durch die Rechnung machen. Ab 40km/h müssen wir unsere Arbeit offziell unterbrechen, dann wackeln wir zwei, drei Meter hin und her. Aber es wird schon vorher nicht mehr möglich sein, künstlerische Striche zu ziehen. Und der Regen könnte auch zum Problem werden. Er würde die Haltbarkeit der Farben nicht mehr gewährleisten.Darf man Dir bei der Arbeit zuschauen?Ja, man darf zu uns runterkommen und zuschauen. Es wird ein sehr langsamer Prozess sein. Aber es lohnt sich sicher als Spaziergänger, seine Route etwas abzuändern, regelmässig bei uns vorbeizuschauen und so den Prozess zu beobachten.Und wenn der Wind bläst, gibt es doch noch ein bisschen Action, oder?Genau!Hier geht's zum ArtikelQuelle: Südostschweiz.ch

Wochenrückblick #2 «Bereit für Bane»

Wo Neues entsteht, muss Altes manchmal unweigerlich weichen. Doch den altehrwürdigen Buchstaben wird Sorge getragen - und dereinst gar neues Leben eingehaucht?

Sometimes old things have to make way for a new chapter. But the time-honored letters will be taken care of — maybe we’ll breathe new life into them?

Logbucheintrag #3 «Sicherheitsinstruktion»

Seelenruhig ragt er 42 Meter in die Höhe, der graue Mühleturm in Chur. Nun – kurz vor seiner Verwandlung in das kreative Wahrzeichen der Stadt Chur – wurde der Lift an der Aussenfassade montiert, welcher Bane und Pest bei ihrer Arbeit am Gemälde tragen wird. Er ist somit konstanter Begleiter, stiller Wegweiser, beständiger Gehilfe.Um den Lift selbständig sicher und professionell steuern zu können, absolvierte Bane direkt am Turm die obligatorische Sicherheitsinstruktion mit der BMU-ACCESS GMBH.Banes Notiz: Die erste Liftfahrt des Tages als meditativen Akt nutzen und mir und dem Turm Zeit geben.Calmly, the grey mill tower «Mühleturm» rises 42 meters above the ground in Chur. Now - shortly before its transformation into the creative landmark of the city of Chur - the lift was mounted on the outer façade, which will carry Bane and Pest whilst they work on the mural. It is therefore a steady companion, a quiet guide, a constant helper.In order to be able to control the lift safely and professionally, Bane completed the obligatory safety instruction with BMU-ACCESS GMBH directly at the tower.Bane's note: Use the first lift ride of the day as a meditative act and give me and the tower time for one another.

Logbucheintrag #2 «Ein Wochenende in Grau»

Eine Ära geht zu Ende: Die meterhohen Buchstaben am Mühleturm wurden abmontiert, die Fassade gereinigt. Somit verbringt der Turm das Wochenende im Adamskostüm, bevor «Bane» am Montag den Pinsel am grauen Beton ansetzt.

The End of an Era: The meter-sized letters have been removed from the Mühleturm, the facade has been cleaned. Now the tower has to spend its weekend completely naked. «Bane» will apply the first brushstroke to the concrete on Monday.

Gedanke #1 «René Good»

Das Konzept für dieses Projekt kann nicht einfach aus der Schublade gezogen werden. Spannend war, dass wir nicht wissen konnten, ob es so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten. Nun ist die Demontage der alten Buchstaben gemacht.

There are no concepts waiting in the wings for such a project. the fact, that we don't know, if things will turn out the way we expect them to, is very exciting. The removal of the letters is finished.
RENÉ GOOD, Colorado Ag

Logbucheintrag #1 «Ankunft Pest»

Fabian «Bane» Florin überlässt beim Mühleturm nichts dem Zufall. Um das grösste Wandgemälde der Schweiz in der Zeit und vor allem in der Qualität fertig zu stellen, die seinen hohen Ansprüchen gerecht wird, setzt «Bane» auf seinen langjährigen Wegbegleiter, den zypriotischen Künstler Yiannis Hadjipanayis alias «Pest». Gemeinsam haben «Bane & Pest» bereits rund um den Globus gemalt.

When it comes to painting the largest mural in Switzerland and maintaining a high quality standard, nothing is left to chance. Therefore Fabian «Bane» Florin flew in his long-standing partner from Cyprus, Yiannis Hadjipanayis aka «Pest». Together «Bane & Pest» have painted walls all around the world.

Wochenrückblick #1 «Es geht los»

Der Startschuss ist gefallen: Fabian «Bane» Florin beginnt mit den Arbeiten am Mühleturm. Doch nicht, ohne vorab einen Rückblick auf die letzten zwei Jahre zu werfen.The day has finally come: Fabian «Bane» Florin starts his work on the Mühleturm. But first, he's looking back on the past two years.

Mühleturm – Das kreative Wahrzeichen von Chur!

Machs guat...

«Ich vertraue und lasse zu. Der Rest liegt in seinen Händen...»

Das Konzept steht, sämtliche Bewilligungen wurden erteilt, der Künstler ist bereit. Kurzum: Die Arbeiten am Mühleturm in Chur beginnen ab jetzt. In den kommenden Wochen wird das Team um Fabian «Bane» Florin das 42 Meter hohe Bauwerk im Norden der Bündner Hauptstadt zum grössten Wandbild der Schweiz machen. Das ganze Projekt wird vollumfänglich dokumentiert und kann auf dieser Website auf der ganzen Welt mitverfolgt werden.

Banes Notiz: Ich muss den alten Buchstaben Sorge tragen. Sie haben es mehr als verdient.